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Der Igel: Bedrohtes Symbol für Artenvielfalt und Naturschutz als Tier des Jahres 2024

Die Deutsche Wildtier Stiftung (DWS) hat den Igel zum Tier des Jahres 2024 ernannt, ein Symbol für Artenvielfalt und Naturschutz. Der Igel, der in der Gunst der Bevölkerung hochsteht, ist ein beliebtes Wildtier, das jedoch zunehmend unter menschlichen Einflüssen leidet. Die Wahl zum Tier des Jahres erfolgte durch die Spenderinnen und Spender der Stiftung, wobei der Igel Eichhörnchen und Rotfuchs auf den Plätzen folgte.

Die DWS hebt hervor, dass der Igel trotz seiner Bekanntheit in unserer Kulturlandschaft immer seltener wird. Genauere Bestandszahlen in Deutschland sind nicht bekannt, doch sowohl die Stiftung als auch das Bundesamt für Naturschutz verzeichnen einen stetigen Rückgang. Langzeitzählungen überfahrener Igel in Bayern bestätigen diesen Trend.

Der Rückgang des Igels wird auf verschiedene Faktoren zurückgeführt. In ländlichen Gebieten fehlen oft natürliche Lebensräume wie Hecken und Magerwiesen, während in städtischen Wohngebieten sterile Schottergärten vorherrschen. Igel benötigen wilde Ecken mit einem vielfältigen Angebot an Insekten, Spinnen und Würmern. Laub und Reisig dienen ihnen als Versteck, während undurchlässige Zäune und Mauern ihre Bewegungsfreiheit einschränken. Zudem stellen Mähroboter und Pestizide eine tödliche Gefahr für sie dar.

Die Ernennung des Igels zum Tier des Jahres 2024 ist ein Aufruf, mehr für den Schutz und den Erhalt dieser Art zu tun. Es geht darum, das Bewusstsein für die Bedeutung von Lebensräumen und ökologischer Vielfalt zu schärfen. Die DWS hofft, dass die Auszeichnung dazu beiträgt, die Aufmerksamkeit auf die dringend benötigten Schutzmaßnahmen für den Igel und andere Wildtiere zu lenken.

Die Wahl des Igels zum Tier des Jahres 2024 ist ein wichtiges Zeichen für den Naturschutz. Sie zeigt, wie dringend Maßnahmen zum Schutz der heimischen Tierwelt und zur Bewahrung ihrer Lebensräume benötigt werden.

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