Soziales

Das Vermächtnis des Heiligen Ludwig Maria Grignion de Montfort: Die Marienweihe als Weg zur Vollkommenheit

Am heutigen Hochfest „Mariä Empfängnis“ gedenkt die katholische Kirche nicht nur der ohne Erbsünde empfangenen Gottesmutter Maria, sondern schließt traditionell auch die sogenannten Marienweihen ab. Eine der bedeutendsten Formen dieser Weihe ist die „vollkommene Andacht zu Maria“, die vom Heiligen Ludwig Maria Grignion de Montfort entwickelt wurde.

Die Bedeutung der Marienweihe Ludwig de Montfort sah in der Marienweihe einen Weg, um sich dem Bösen zu entledigen, das in der menschlichen Seele verankert ist. Er betonte, dass auch die besten Werke der Menschen durch Schwächen wie Stolz oder Begierlichkeit befleckt seien. Die Vereinigung mit Jesus Christus, der den Weg zur Vollkommenheit ebnet, sei daher nur durch eine Reinigung von diesen Lasten möglich.

Die 33-tägige Vorbereitung Die Marienweihe nach de Montfort umfasst eine 33-tägige Vorbereitungszeit. Die ersten zwölf Tage dienen dazu, sich vom „Geist der Welt“ zu befreien, der im Widerspruch zum Geist Jesu Christi steht. Die folgenden drei Wochen sind der Vertiefung des Verständnisses für Jesus Christus durch Maria gewidmet. Diese Vorbereitungszeit beinhaltet das tägliche Sprechen bestimmter Gebete und die Beschäftigung mit geistlichen Schriften, einschließlich Lesungen aus dem „Goldenen Buch“ und der „Nachfolge Christi“ von Thomas von Kempen.

Die Rolle Marias als Mittlerin Ludwig de Montfort erläutert die Bedeutung Marias als Mittlerin für diese Weihe. Er argumentiert, dass es demütiger und vollkommener sei, sich Gott durch einen Vermittler zu nähern. Die menschliche Natur, verdorben durch die Erbsünde, mache es notwendig, einen Vermittler zwischen Gott und Mensch zu haben. Maria, als Mutter Jesu, sei in dieser Hinsicht die bestgeeignete Fürsprecherin.

Die Weiheformel und ihre Bedeutung Am Ende der Vorbereitungszeit wird die Weiheformel in einer Kirche vor einem Priester gesprochen. Diese Formel umfasst die Wahl Marias als Mutter und Herrin und symbolisiert die Übergabe des eigenen Lebens an Maria, um durch sie zu Jesus zu gelangen.

Das Leben und Werk des Heiligen Ludwig de Montfort Ludwig Maria Grignion de Montfort wurde am 31. Januar 1673 in Montfort geboren und zeigte schon früh eine tiefe Frömmigkeit und Liebe zur Armut und Sanftmut. Seine Priesterweihe erhielt er im Alter von 27 Jahren. Trotz vieler Widerstände und Herausforderungen widmete er sein Leben der Erneuerung des religiösen Lebens und der Verbreitung der Marienverehrung.

Sein Hauptwerk „Von der wahren Andacht zu Maria“ wurde erst lange nach seinem Tod im Jahr 1716 wiederentdeckt und hat bis heute großen Einfluss auf die Marienfrömmigkeit in der katholischen Kirche.

Die Marienweihe nach Ludwig de Montfort bleibt ein wesentlicher Bestandteil des katholischen Glaubens, der Gläubige auf ihrem spirituellen Weg zur Vereinigung mit Christus unterstützt.

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