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Deutschland überrollt die Schweiz im Weltrekordspiel

Ein grandioser Start für die deutschen Handballer bei der Europameisterschaft im eigenen Land! Im außergewöhnlichen Eröffnungsspiel vor einer Weltrekordkulisse von 53.586 begeisterten Zuschauern im umgebauten Düsseldorfer Fußballstadion deklassierte das Team von Bundestrainer Alfred Gislason die Schweizer Mannschaft mit einem beeindruckenden Endstand von 27:14 (13:8). Dieses Spiel wird noch lange in Erinnerung bleiben, und der überragende Torwart Andreas Wolff wurde zum Matchwinner des Abends.

Deutschland startete stark in die Partie und die überwältigende Kulisse sorgte von Anfang an für eine einzigartige Stimmung in der Düsseldorfer Arena. Die Spieler schienen von der Energie der Fans beflügelt zu sein, und Nervosität war bei Gislasons Team kaum zu spüren. Obwohl die Offensive zu Beginn nicht reibungslos lief, war ein Spieler bereits in Topform: Deutschlands Nummer eins, Andreas Wolff. Schon nach zehn Minuten hatte er fünf beeindruckende Paraden auf seinem Konto, was seinem Team enormes Selbstvertrauen gab.

Wolff spielte den Ball regelmäßig zurück, und seine Abwehrkollegen nutzten seine Paraden geschickt. Von Minute zu Minute verbesserte sich das Zusammenspiel, und vor allem Juri Knorr und Julian Köster nutzten ihre Freiräume, um ihr Team mit jeweils drei frühen Toren auf 6:4 (14. Minute) und 10:4 (20. Minute) in Führung zu bringen.

Auf der anderen Seite hatten die hochgelobten Schweizer große Schwierigkeiten gegen die deutsche Abwehr, und es gelang ihnen kaum, ins Spiel zu finden. Selbst der erfahrene Bundesliga-Star Andy Schmid konnte keine Akzente setzen, oder wenn er es versuchte, wurde er von Andreas Wolff gestoppt. Zur Halbzeit hatte Wolff eine Fangquote von mehr als 50 Prozent – eine Weltklasse-Leistung, die verdientermaßen mit Lobeshymnen bedacht wurde.

Bundestrainer Gislason nutzte früh die Gelegenheit für erste Wechsel. Christoph Steinert kam für Timo Kastening auf Rechtsaußen, und auch Jannik Kohlbacher ersetzte Kapitän Johannes Golla am Kreis. Die jungen Talente, U21-Weltmeister Renars Uscins und Justus Fischer, blieben vorerst auf der Bank.

Die Wechsel beeinträchtigten den Spielfluss nicht, aber zur Halbzeit führte Deutschland “nur” mit 13:8. Dies lag vor allem an der noch nicht optimalen Chancenverwertung in der Offensive. Einziger Kritikpunkt von Gislason war: “Wir haben zu viele Fehler in Überzahlsituationen gemacht.”

Im zweiten Abschnitt steigerte sich das deutsche Team weiter. Die Fans in der riesigen Halle waren in Hochstimmung, und der Schlachtruf “Deutschland, Deutschland” hallte durch das Stadion. Gislason gönnte Julian Köster eine Pause und brachte Sebastian Heymann für die Offensive. Der Druck auf die Schweizer blieb hoch, und Deutschland legte alle Fesseln ab. Von 16:10 zog das DHB-Team auf 23:10 (53. Minute) davon und spielte die völlig überforderten Schweizer förmlich schwindelig, die in 20 Minuten nur zwei Tore erzielen konnten.

Nun kamen auch die jungen Talente Renars Uscins, Justus Fischer und Martin Hanne zum Einsatz und fügten sich gut in das Team ein. Zehn Minuten vor Schluss durfte der großartige Andreas Wolff das Parkett verlassen. Zu diesem Zeitpunkt hatte er eine beeindruckende Quote von 61 Prozent (14 Paraden) erreicht – eine sensationelle Leistung. “Er hatte einen unglaublichen Lauf, wir wollten ihn nicht zu früh rausnehmen”, erklärte Gislason und brachte den jungen David Späth, der zu diesem Zeitpunkt leichtes Spiel hatte.

In allen Spielanlagen, im Angriff, in der Abwehr, und in der Rückwärtsbewegung – die deutsche Mannschaft war überall hellwach, wie ARD-Experte Dominik Klein im Audiostream analysierte. “Mit dieser Leistung ist ihnen einiges zuzutrauen.”

Die deutschen Fans feierten ihre Mannschaft mit “Oh, wie ist das schön” und können sich nun auf das zweite Gruppenspiel gegen Nordmazedonien am kommenden Sonntag freuen. Dieser grandiose Start bei der Europameisterschaft verspricht eine aufregende Zeit für die deutschen Handballer und ihre begeisterten Anhänger.

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