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Kingsley Schindlers Erfüllter Kindheitstraum: Die Hohe Erwartungshaltung für den Afrika-Cup

Kingsley Schindler (30) hat bis zum vergangenen Sommer beim 1. FC Köln gespielt und wechselte dann zum türkischen Erstligisten Samsunspor. In dieser Saison kam er bisher auf elf Einsätze und erzielte ein Tor, aber für eine Weile wird er seinem Team unter Trainer Markus Gisdol fehlen. Doch es gibt einen guten Grund dafür: Schindler wurde in den Kader Ghanas für den am kommenden Samstag beginnenden Afrika-Cup berufen.

Der Moment der Nominierung war für Schindler ein besonderer, wie er gegenüber Transfermarkt erzählte: “Ich habe mich wirklich unglaublich gefreut und musste nach dem Telefonat erst einmal in mich gehen und das sacken lassen.” Er betonte, wie sehr es ihn freue, ein Teil des ghanaischen Teams zu sein. Schindler ist erst seit dem letzten Jahr Nationalspieler und gab sein Debüt im März bei einem 1:1 gegen Angola in der Qualifikation für den Afrika-Cup. Seitdem kam er drei weitere Male zum Einsatz.

Schindler, der in Hamburg geboren und aufgewachsen ist, hat eine starke Bindung zu Ghana, da seine Eltern aus diesem westafrikanischen Land stammen. Er spricht die Sprache, kennt die Kultur und versteht die emotionale Verbundenheit der Menschen zu ihrem Land, besonders wenn es um Fußball geht. “Es ist auf jeden Fall ein Kindheitstraum von mir, für Ghana zu spielen”, unterstrich er.

Während Schindlers Marktwert auf 800.000 Euro geschätzt wird, liegt der von seinem Nationalmannschaftskollegen Mohammed Kudus (23; West Ham), dem wertvollsten Profi Ghanas, bei 45 Millionen Euro. Auch Spieler wie Iñaki Williams (29; Athletic Club) oder die Ayew-Brüder Jordan (32; Crystal Palace) und André (34; Le Havre) sind Teil des Kaders. Schindler freut sich auf die Zusammenarbeit mit diesen talentierten Spielern und sieht die Möglichkeit, von ihnen zu lernen. Zugleich ist er jedoch entschlossen, sein eigenes Können in den Dienst des Teams zu stellen und zum Erfolg beizutragen.

Der Afrika-Cup findet vom 13. Januar bis zum 11. Februar in der Elfenbeinküste statt, und Ghana trifft in Gruppe B auf Ägypten, Mosambik und Kap Verde. Schindler ist zuversichtlich, dass sie weit kommen können: “Wir sind eine starke Nation mit wirklich vielen Top-Spielern. Wir haben zudem einen guten Spirit und einen guten Vibe innerhalb der Truppe, was für so ein Turnier sehr wichtig ist. Die Erwartungshaltung im Land ist hoch, aber auch unsere eigene. Ghana hat den Afrika-Cup immerhin schon viermal gewonnen. Wenn wir all das, was wir täglich im Training zeigen, auf den Platz bringen können, können wir auf jeden Fall weit kommen.”

In Bezug auf die Konkurrenz in Gruppe B ist er sich bewusst, dass es in Afrika keine zu unterschätzenden Mannschaften gibt: “Jedes Land gibt bei so einem Turnier alles. Daher müssen wir darauf vorbereitet sein, gegen starke Gegner anzutreten. Allen voran Ägypten ist natürlich sehr stark und hat mit Salah einen absoluten Ausnahmespieler in seinen Reihen. Aber wir wollen natürlich weiterkommen.” Gemessen am Kaderwert steht Ghana mit 196 Millionen Euro vor Ägypten (136 Millionen Euro), und nur vier Nationalteams haben einen höheren Gesamtwert als die “Black Stars”.

Die Anspannung bei Schindler steigt allmählich, wenige Tage vor Beginn des Turniers. Doch der Spaß und die Kameradschaft mit seinen Teamkollegen überwiegen bisher: “Das ist auch ganz normal und gehört dazu. Ich freue mich einfach darauf und will performen, was reißen.”

Schindlers Teilnahme am Afrika-Cup ist nicht nur ein wichtiger Schritt in seiner Karriere, sondern auch ein erfüllter Kindheitstraum. Die Fußballfans in Ghana dürfen gespannt sein, wie er sich in diesem prestigeträchtigen Turnier schlagen wird, und wir wünschen ihm viel Erfolg auf dem Weg zu seinen Zielen.

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