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Sturm in Lindau hinterlässt tiefe Spuren: Drohnenbilder offenbaren Schäden an Baudenkmälern

Lindau – Mehr als zwei Wochen nach dem verheerenden Sturm in Lindau werden die Auswirkungen immer deutlicher. Während die Aufräumarbeiten in vollem Gange sind, geben Drohnenbilder einen detaillierten Einblick in die Schäden, insbesondere an den Baudenkmälern der Stadt.

Bilâl Altiparmark vom Hochbauamt der Stadt Lindau nutzte moderne Drohnentechnologie, um das Ausmaß der Zerstörung zu dokumentieren. Als die Drohne in die Luft stieg, zeigte das Display gestochen scharfe Bilder der Dächer. „Das ist eines der schönsten Dächer auf der Insel“, kommentierte Altiparmark, während er auf den Diebsturm hinwies, der glücklicherweise vom Sturm verschont blieb.

Die Vorteile der Drohnentechnologie sind in solchen Situationen unbestreitbar. Früher mussten Experten physisch auf die Dächer klettern oder die Hilfe der Feuerwehr in Anspruch nehmen, um Schäden zu inspizieren. Jetzt ermöglicht die Drohne eine schnelle und sichere Inspektion aus der Vogelperspektive.

Leider waren nicht alle Gebäude so glücklich wie der Diebsturm. Das Hoyerbergschlössle, ein weiteres historisches Gebäude, zeigte deutliche Schäden. Drei Löcher im Dach zeugten von der Wucht des Sturms.

Der Sturm, der am 24. August über Lindau fegte, war zwar kurz, aber von verheerender Intensität. Windböen von bis zu 144 km/h entwurzelten Bäume, deckten Dächer ab und verursachten Chaos in der gesamten Stadt. Der Campingplatz Zech war besonders betroffen, wo umgestürzte Bäume Wohnmobile zerstörten und sechs Menschen verletzten.

Die Aufräumarbeiten sind immer noch im Gange. Die Mitarbeiter der Garten- und Tiefbaubetriebe (GTL) haben bereits rund 1800 Stunden gearbeitet, um die Schäden zu beheben. Andreas Bauer, stellvertretender Werkleiter der GTL, betonte, dass bis zu 70 Bäume gefallen sind und weitere 15 gefällt werden müssen. Schätzungen zufolge sind bis zu 800 Bäume beschädigt worden.

Die Stadt Lindau steht vor einer gewaltigen Herausforderung. Der nachfolgende Dauerregen hat die Aufräumarbeiten zusätzlich erschwert. Trotz der widrigen Bedingungen nutzten Altiparmark und sein Team jede Regenpause, um mit der Drohne Schäden an städtischen Gebäuden wie Schulen und Kindertagesstätten zu inspizieren.

Nach der Auswertung der Drohnenbilder stellte das Bauamt fest, dass besonders hohe und steile Dächer mit kleinteiliger Deckung am stärksten betroffen waren. Besonders große Schäden wurden an der Luitpoldkaserne, am Alten Rathaus und am Rotkreuzhaus festgestellt. Auch das Stadttheater, der Mangturm und das ehemalige Hauptzollamt waren betroffen.

Die Stadt Lindau steht nun vor der Herausforderung, die Schäden zu beheben und die Sicherheit ihrer Bürger zu gewährleisten. Hilmar Ordelheide, stellvertretender Leiter des Stadtbauamts, lobte die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen städtischen Abteilungen und externen Firmen. Die genaue Höhe des entstandenen Schadens ist noch unbekannt, aber die Bemühungen zur Wiederherstellung sind bereits im Gange.

Das Unglück in Lindau ist eine Erinnerung an die zerstörerische Kraft der Natur. Während die Stadt sich von den Schäden erholt, zeigt die Gemeinschaft Entschlossenheit und Solidarität in diesen schwierigen Zeiten.

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