Soziales

“Unbeschreiblich schön”: Katja Weitzenböck schwärmt vom “Bergdoktor”-Dreh und teilt ihre Gedanken zur Arbeit als Intimitäts-Koordinatorin

Die bekannte Schauspielerin Katja Weitzenböck ist derzeit in einer Gastrolle in der beliebten ZDF-Serie “Der Bergdoktor” zu sehen. Im Rahmen eines Interviews sprach sie über ihre Erfahrungen beim Dreh, ihre Beziehung zur Natur und Tirol, sowie ihre neue Rolle als Intimitäts-Koordinatorin am Filmset.

Frau Weitzenböck, wie war der Dreh für “Der Bergdoktor”?

Katja Weitzenböck: Ich muss sagen, ich habe wirklich jede Minute genossen. In dieser neuen Folge spiele ich die Rolle von Silke Hübner, einer Schneiderin und Mutter einer erwachsenen Tochter. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber es handelt sich um eine sehr vielseitige und spannende Rolle. Das gesamte Team, inklusive Regisseur Sascha Thiel und meine Kolleginnen und Kollegen am Set, war großartig. Die Zusammenarbeit mit Hans Sigl, der den Bergdoktor spielt, war herrlich. Zudem hatten wir das Glück, im Sommer in der atemberaubenden Kulisse von Tirol am Wilden Kaiser zu drehen. Die Drehbedingungen waren ideal, und ich konnte mich voll und ganz auf meine Rolle konzentrieren.

Hatten Sie Gelegenheit, die schöne Umgebung in Ellmau zu erkunden?

Ja, das war wunderbar. Ich war in einer Privatwohnung in der Nähe des Badesees von Going untergebracht. Jeden Morgen und manchmal auch abends konnte ich in den See springen. An den Wochenenden habe ich Wanderungen in den Bergen unternommen. Der Blick auf den Wilden Kaiser war einfach unbeschreiblich schön.

Können Sie sich vorstellen, privat Urlaub am Wilden Kaiser zu machen?

Auf jeden Fall. Trotz meiner Geburt in Tokio bin ich Österreicherin, da mein Vater Österreicher war und meine Mutter Deutsche ist. Damals in Japan erhielten Kinder automatisch die Staatsbürgerschaft des Vaters. Ich hätte die österreichische Staatsbürgerschaft aufgeben müssen, um Deutsche zu werden, aber das habe ich nie getan. In meiner Kindheit haben wir oft Ferien in Österreich verbracht, und ich hatte immer eine enge Verbindung zu diesem Land. Auch meine Schwester lebt dort.

Sie haben kürzlich eine neue Rolle als Intimitäts-Koordinatorin am Set angenommen. Können Sie uns mehr darüber erzählen?

Katja Weitzenböck: Ich finde, gut inszenierte Liebesszenen können viel über die Charaktere und ihre Beziehung zueinander aussagen. Eine gelungene intime Szene zeigt, wie die Figuren durch ihre Körper miteinander kommunizieren. Das fasziniert mich immer.

Finden Sie es unangenehm, Liebesszenen zu spielen?

Ich war nie abgeneigt, Liebesszenen zu drehen. Allerdings habe ich oft festgestellt, dass die Art und Weise, wie diese Szenen inszeniert wurden, unbefriedigend war. Die Schauspieler wurden oft sich selbst überlassen, und es wurde dem Zufall überlassen, wie sie miteinander interagierten.

Es sind immerhin fremde Personen, mit denen Sie diese intimen Szenen drehen…

Stimmt. Wenn man Schwierigkeiten damit hat, wurde einem oft unterstellt, frigide oder abnormal zu sein. Es war nicht immer einfach, und es gab gute und schlechte Erfahrungen. Daher finde ich es spannend, dass es nun die Position des Intimitäts-Koordinators gibt, eine neutrale Person, die diese Szenen gezielt vorbereitet und Regie führt. Diese Person hilft den Schauspielern, die gewünschte Intensität und Aussagekraft in den Szenen zu erreichen.

Haben Sie schon einmal Nacktszenen in Drehbüchern gesehen, die keinen dramaturgischen Sinn ergeben?

Ja, das kommt tatsächlich vor. Manchmal sind intime oder nackte Szenen im Drehbuch enthalten, bei denen man sich fragt, warum sie überhaupt existieren. Wenn solche Szenen keinen klaren dramaturgischen Zweck erfüllen, kann es dazu führen, dass die Nacktheit der Figuren lediglich zur Befriedigung voyeuristischer Bedürfnisse des Publikums dient.

Gab es während Ihrer Arbeit am “Bergdoktor” eine Intimitäts-Koordinatorin?

Ja, ich habe zum ersten Mal eine Intimitäts-Koordinatorin bei einer Kussszene angefordert, und die Produktion hat dem zugestimmt. Diese Unterstützung wurde von mir und meinem Spielpartner sehr geschätzt.

Sie sind seit 2018 verheiratet. Wie fühlt es sich an?

Katja Weitzenböck: Es fühlt sich großartig an, einfach wunderbar. Von Anfang an fühlte es sich richtig an. Wir kannten uns erst anderthalb Jahre vor der Hochzeit, aber es war schnell klar, dass wir diesen Schritt gemeinsam gehen wollten.

Haben Sie immer geglaubt, dass Sie sich noch einmal so tief verlieben und erstmalig heiraten würden?

Ich hatte tatsächlich meinen Frieden mit dem Alleinsein gefunden und war glücklich damit. Es war nicht so, als ob etwas fehlte, um glücklich zu sein. Dann hat sich mein Leben auf wundersame Weise verändert. Wir haben uns bei einem Geburtstagsfest von Freunden kennengelernt. Das Leben hat seine eigenen Pläne.

Was macht Sie glücklich?

Das Leben, so wie ich es lebe, macht mich glücklich. Ich mag mein Leben und fühle mich angekommen.

Diese Einblicke in das Leben und die Gedanken von Katja Weitzenböck, sowohl in Bezug auf ihre schauspielerische Karriere als auch auf ihre neue Rolle als Intimitäts-Koordinatorin und ihre persönlichen Erfahrungen, vermitteln ein facettenreiches Bild der talentierten Schauspielerin. Ihr positives und erfülltes Leben, sowohl beruflich als auch privat, zeigt, dass es nie zu spät ist, neue Abenteuer zu erleben und sich auf Veränderungen einzulassen.

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