Soziales

Vizechef des Hamas-Politbüros durch israelischen Angriff getötet

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Es ist eine drastische Eskalation: Im Herzen der südlichen Vorstädte von Beirut hat Israel offenbar mindestens einen ranghohen Kader der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas getötet. Die amtliche libanesische Nachrichtenagentur meldete vier Tote durch einen Drohnenangriff auf ein Hamas-Büro.

Die palästinensischen Islamisten bestätigten, dass Saleh al-Arouri, ein führender, aus dem militärischen Arm der Organisation stammender Kader, getötet wurde. Arouri, die Nummer zwei des Hamas-Politbüros, war ein Gründungsmitglied der Qassem-Brigaden. Er stand dem Vernehmen nach auf einer Liste von Hamas-Funktionären, die Israel nach dem terroristischen Großangriff vom 7. Oktober töten wollte.

Arouri galt außerdem als ein Verbindungsmann zum Anführer der Hizbullah, Hassan Nasrallah. Mehrmals tauchten sein Bild oder sein Name in Berichten über Beratungen zwischen den palästinensischen sunnitischen Islamisten und der libanesischen Schiitenorganisation auf, die beide von den iranischen Revolutionswächtern gefördert werden und mit dem Regime in Teheran im Bunde stehen.


Für die Hizbullah ist der Drohnenangriff in der Dahiyeh – so werden die südlichen Vorstädte der libanesischen Hauptstadt genannt – eine massive Provokation. Denn diese Gegenden werden von der Hizbullah kontrolliert, und die Hamas agiert dort gewissermaßen unter ihrem Schutz.

Der stellvertretende Leiter des Politbüros der islamistischen Hamas, Saleh al-Aruri, und der Hamas-Chef Ismail Haniyeh im August 2018


Der stellvertretende Leiter des Politbüros der islamistischen Hamas, Saleh al-Aruri, und der Hamas-Chef Ismail Haniyeh im August 2018
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Bild: AP

Die Organisation unterhält in Beirut Büros, ihre Kader halten Pressekonferenzen ab und organisieren Diskussionsveranstaltungen. Angriffe auf Ziele in der Dahiyeh gelten eigentlich als rote Linie für die Hizbullah. Nasrallah hat in einer Rede einmal erklärt, Attacken auf Palästinenserführer seien nicht hinnehmbar.

Der Drohnenangriff fällt in eine Zeit drastischer Spannungen zwischen Israel und der Hizbullah. In Beirut warf er daher umgehend die Frage auf, ob das der Anlass für einen neuen großen Krieg sein könnte. Die täglichen Gefechte entlang der Grenze sind zuletzt intensiver geworden, und auch die israelischen Angriffe wurden merklich heftiger.

Israel hat zuletzt seine Drohungen an die Adresse der Hizbullah und ganz Libanon verschärft. Aus Beiruter Sicherheitskreisen ist die Befürchtung zu hören, das israelische Militär wolle die irantreue Schiitenorganisation verleiten, einen Fehler zu machen und einen groß angelegten Waffengang zu beginnen.

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